Auf die Zutaten kommt es an

Welpenecke - die Erziehung

Ihre Aufgabe ist es künftig, die Erziehungsarbeit der Mutter und Geschwister fortzusetzen. Dazu gehört es, dem Welpen zu zeigen, was erlaubt ist und was nicht, ihm Grenzen aufzeigen und ihm seinen Rang im “Familienrudel“ klar zu machen.

Wenn ein Welpe, sei er jetzt auch noch so niedlich, die Grenze des Erlaubten überschreitet, muss er zurechtgewiesen werden. So mag es jetzt vielleicht noch lustig wirken, wenn der kleine Welpe sich in einem Hosenbein verbeißt und von alleine nicht mehr frei kommt. Wenn Ihr Hund sechs oder acht Monate alt ist und Gleiches tut, wird er nicht verstehen, warum er dies früher durfte und alle haben darüber gelacht und er nun dafür bestraft wird. Seien Sie von Anfang an konsequent, dann wird Ihr Hund sehr schnell lernen, was erlaubt ist und was nicht und Sie verwirren ihn nicht mit “Regeländerungen“, die ihn letztendlich verunsichern und an Ihrer Autorität und Souveränität zweifeln lassen.

Je früher Sie unerwünschte Handlungen des Hundes korrigieren, desto geringer wird Ihre Einwirkung sein müssen und desto wohler, weil sicherer, fühlt sich Ihr Hund. Dass Sie ihm diese Sicherheit geben, erwartet ein Hund von Ihnen, als seinem Rudelführer. Kein Hund ist von Natur aus böse, sondern er will uns gefallen. Machen Sie ihm begreiflich, was Sie von ihm wollen, aber nicht mit Worten, denn die versteht Ihr Welpe nicht. Am besten lernt er durch Lob, also durch positive Verstärkung. Bringen Sie dem kleinen Kerl mit viel Einfallsreichtum dazu, das zu tun, was Sie von ihm erwarten und loben Sie ihn dafür ausgiebig. Dann wird er dieses Verhalten immer wieder zeigen.

Im Umgang mit Ihrem Hund müssen Sie Ihren Kopf überall haben, denn in Ihrem Rudel sind Sie derjenige, der alles bedenken muss. Versuchen Sie herauszufinden, warum Ihr Hund ein bestimmtes Verhalten zeigt. Sie müssen die Situation erfassen, sich in Ihren Welpen hineinversetzen und versuchen, sein Denken zu verstehen. Und Sie müssen vorausschauen, um Gefahren und Konflikte nach Möglichkeit zu vermeiden. Bewahren Sie Ruhe, denn unter Stress oder gar in Panik versteht Ihr Hund gar nichts mehr und kann auch nichts lernen.

TIPP:

Ein Lob kann natürlich aus klassischen Leckerchen bestehen, manche Hunde mögen es, zur Belohnung gestreichelt zu werden, viele aktive Hunde ziehen ein Spiel vor.

 

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Ralph Leitner - Hundeexperte

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